Fußball WM 2018 – Kader & WM Trikots – das sind die Regeln

Die Nationalmannschaftstrainer der verschiedenen Mannschaften aus den 32 Ländern aus fünf Kontinenten haben das letzte Wort bei der Entscheidung, mit welchen Spielern sie das jeweilige Ziel am besten erreichen können. Allerdings sind die Nationalmannschaftstrainer nicht vollständig frei bei dieser Entscheidung. Die FIFA hat einige Regeln zur Kadernominierung aufgestellt, an die sich die verschiedenen Nationen strikt zu halten haben. Der Entscheidungsspielraum kann nur innerhalb dieses von der FIFA gesteckten Rahmens genutzt werden.

Das neue Deutschland Trikot 2018 von adidas vorgestellt von Toni Kroos, Mesut Özil und Mats Hummels (Copyright adidas)
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Von besonderer Bedeutung bei der Nominierung des WM-Kaders sind die drei Zahlen: 30, 23 und 24.

Der erste Schritt hat etwas mit der Zahl 30 zu tun. Joachim Löw und sein Team sowie natürlich auch alle anderen Trainer der Nationalmannschaften müssen bis zum 14. Mai der FIFA das vorläufige Aufgebot übermitteln. Dieser vorläufige Kader darf aus maximal 30 Spielern bestehen. Kurze Zeit später veröffentlich die FIFA dann die Listen mit den vorläufigen Kadern der 32 Nationalmannschaften.

Stichtag 4.Juni 2018

Bis zur Mitternacht des 04. Juni muss Joachim Löw den Kader dann auf 23 Spieler reduzieren und dies dem Fußballweltverband FIFA übermitteln. Wichtig ist hier, dass der endgültige WM Kader nur Spieler enthalten darf, die dem vorläufigen WM-Aufgebot angehörten. Folglich müssen die Trainer der einzelnen Teams sieben Spieler in der Zeit zwischen dem 14. Mai und dem 04. Juni noch streichen. Auch die endgültigen WM-Kader werden anschließend von der FIFA veröffentlicht.

Das neue Babytrikot 2018 der deutschen Nationalmannschaft von adidas.
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Die letzte für die Regeln bedeutsame Zahl ist die 24. Wenn der endgültige Kader benannt wurde, können keine Spieler mehr einfach ausgetauscht werden. Die Trainer haben sich also gut zu überlegen, welche Spieler sie in den endgültigen WM-Kader berufen wollen und welche nicht. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Bis zu 24 Stunden vor dem Anpfiff des ersten Gruppenspiels am 17.06.2018 gegen Mexiko hat Jogi Löw die Möglichkeit, nachgewiesen verletzte Spieler auszutauschen und für diese einen Ersatzmann nach zu nominieren. Hierbei ist zu beachten, dass diese Spieler nicht zwingend dem vorläufigen WM-Kader angehören müssen. Vielmehr hat Jogi Löw die Chance, jeden x-beliebigen deutschen Spieler anstelle des verletzten Mannes nach zu nominieren.

Mit Spannung wird die endgültige Kadernominierung des deutschen Trainerteams schon heute erwartet. Stets erfährt diese Entscheidung von der Öffentlichkeit und auch von Experten starke Beachtung. Schon heute ist klar, dass es abgesehen von einigen gesetzten Spielern viele offenen Entscheidungen gibt. Gerade nach den Erfolgen bei dem Confed-Cup 2017 in Russland und der erfolgreichen U21 EM hat Jogi Löw mehr als je zuvor die Qual der Wahl. Eine schier unermessliche Auswahl an hervorragenden deutschen Kickern muss auf 23 Spieler reduziert werden. Keine leichte Aufgabe, die der Bundestrainer in den nächsten Wochen vor sich hat.